Herzlich Willkommen auf der Website des MGV Lichteneck Hecklingen 1888 e.V.

Quelle:Badische Zeitung vom Mi, 27.November 2019 (Werner Schnabl)

Gelungene Zusammenarbeit


Der MGV Lichteneck und der Schulchor der Drei-Linden-Grundschule geben ein gelungenes Konzertdebüt, trotz weniger Proben.


Ups, wo ist das Bild ???

Albrecht Burkhart (von links) ehrte Patrick Horschbolz für 25 Jahre, Peter Meier und Paul Eschbach für 40 Jahre. Rechts im Bild steht MGV-Vorsitzender Andreas Hämmerle. Foto: Werner Schnabl


KENZINGEN-HECKLINGEN. Zum Abschluss der Feierlichkeiten des Patroziniums lud der Männergesangverein "Lichteneck" zu einem abendlichen Familienkonzert in die Pfarrkirche ein. Zusammen mit dem Schulchor der Drei-Linden-Grundschule gestalteten sie ein knapp zweistündiges Programm. Für Kurzentschlossene blieb nur ein Stehplatz nahe des Eingangsportals.


Nach mehreren Veranstaltungen im vergangenen Jubiläumsjahr galt das Augenmerk in 2019 diesem Auftritt. Unter dem Motto "Hand in Hand" fanden die Sänger Verstärkung von etwa 40 Schülerinnen und Schülern der Bildungseinrichtung. Der Vorsitzende Andreas Hämmerle nannte die gemeinsame Darbietung ein generationsübergreifendes, spannendes Experiment. Wochenlange Vorbereitungen standen an. Die Schüler sangen morgens im Unterricht, der Männerchor probte abends nach der Arbeit. Einzig bei der Generalprobe war eine Feinabstimmung möglich. "Die war vielversprechend", waren die Chorleiterinnen Monika Baier und Jeanette Bastian einig.


In der mehr als 120-jährigen Tradition des Hecklinger Männergesangs hatte die Verbindung Premierencharakter. Weltliche Lieder wechselten mit kirchlicher Liturgie. Theresa Seng moderierte die einzelnen Lieder an. Nur "Hand in Hand" ist fruchtbare Solidarität möglich. Mit dem gleichnamigen Lied begann der Schülerchor die Aufführung. Ein Großaufgebot stellte sich vor dem verbauten Chorraum der Sankt-Andreas-Kirche auf, die immer noch auf ihre Fertigstellung der Restaurationsarbeiten wartet.


Sofort sangen sich die Schüler in die Herzen der Zuhörer. Der Inhalt von "Warum kleiden die Bäume sich wohl aus" handelte von Naturphänomenen und grenzenlose Freiheit war bei "Drachen im Wind" angesagt. "Schön ist es, auf der Welt zu sein" von Roy Black und Anita gesungen, gehörte einst zu den erfolgreichen deutschen Schlagern zweier verschiedener Altersgruppen. Jetzt formierten sich die Lichtenecker Männer hinzu und bildeten einen hörenswerten Resonanzkörper. Gemeinsame Sache auch das "Shalala".


Danach übernahmen die Lichtenecker den weiteren Part. Unter anderem entführten sie mit "La Montanara" das Publikum in eine romantische Bergwelt. Was es mit der "Legende von Babylon" auf sich hatte, wurde im zweiten Konzertteil verraten. "Aus der Ferne" ist die deutsche Fassung von Bette Midlers "From a distance", der ihr zu Weltruhm verhalf.


Abermals ein großer Bahnhof beim Finale. Alt und Jung sangen "Kumbaya my Lord" und "Möge die Straße". Natürlich durfte niemand ohne Zugabe das Gotteshaus verlassen. Trotz des tönenden Endes "Jetzt ist Schluss", forderten die Besucher mehr. Das Lied erklang ein zweites Mal, bevor der Schauplatz auf den Vorplatz wechselte, wo Glühwein und Kuchen angeboten wurden.


Hämmerle dankte allen Aufführenden, der Moderatorin und den Dirigentinnen sowie den mitwirkenden Instrumentalisten Rabea Badura mit der Geige, Ellen Förster am Klavier und Armin Spegg, der das Cajon bediente. Für die Väter, die von den Darbietungen ihrer Schützlinge angesteckt wurden, hatte Andreas Hämmerle einen Tipp parat: Immer donnerstags würde der Chor im Gasthaus Adler proben.


Der MGV nutzte die Aufführung, um langjährige Sänger zu ehren. Der Vorsitzende des Breisgauer Chorverbandes Gruppe Nord Albrecht Burkhart würdigte Patrick Hirschbolz für 25-jährige Mitgliedschaft mit der silbernen sowie Peter Meier und Paul Eschbach mit der goldenen Ehrennadel. Beide sind dem Chorgesang seit 40 Jahren verbunden.